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VEDE-System - Hauptparameter Drucken
Disposition des Objekts

Die empfohlene Entfernung der Quervebände (Modul M) ist 6 m. Das ist die Ausgangsgröße bei der Optimalisation des Systems. Modul 6 m kann einfach verkleinert werden, z.B. auf 5 m. Eine Vergrößerung ist ebenso möglich. Diese Veränderung fordert es aber, dem Standard nicht entsprechende Elemente zu verwenden. In den beiden Fällen steigt sowohl der Materialverbrauch und als auch der Lieferungspreis.

Falls die gewünschte Objektslänge kein Vielfaches von 6 (oder von einem anderen gewählten Moduls) ist, werden der eine oder die beiden Module in den Endfeldern kongruent verkürzt. Falls es nötig ist, in einem mehrschiffigen Objekt die Entfernung der Innenstützen zu vergrößern, wird ihr Abstand verdoppelt, und die zwischengelegten Binder werden auf dem parallelgurtigen Fachwerkunterzug aufgelagert. In Feldern, die zwischen den Stützen für den Längsverband vorbehaltenen worden sind, ist es günstig, die Stützenentfernung im Grundmodul durchzuführen.

Verwendung von Unterzügen zwischen den Mittelstützen erhöht den Materialverbrauch nur unbedeutend, wobei die Zahl der Mittelstützen und deren Fundamente kleiner wird.

Spannweite

Die Spannweite der Halle ist die Entfernung von Stütz-Achsen, die in der Regel 160 mm von der Außenkante der Stützen und Riegel entfernt sind. Die Spannweite wird aus der Reihe 12, 15, 18, 20, 22, 24, 27, 30, 36, 40 m gewählt, oder es kann eine andere Spannweite bestimmt werden.

Höhe der Halle

Die Hallenhöhe wird mit dem Quotienten von der Oberseite der Stahlkonstruktion (des Binders) in der Randstütz-Achse über dem Boden (über das Niveau ±0,00 m) bestimmt. Die Hallenhöhe (H) wird von der gewünschten ausnutzbaren Interieurhöhe (h) bestimmt. Zu dieser wird die Gesamthöhe des Binders (A) zugezählt. H = h + A.

Die Höhe von Hallen mit einem Brückenkran wird von der gewünschten Hubhöhe, vom Haken-Quotienten in Oberstellung zum Niveau der Kranbahn (KB) und von der Höhe des Kran-Durchgangraumes oberhalb der KB bestimmt. Die Halle kann auch durch die Konsolenstellung zum Auflagern von KB und durch die Unterkante der Dachkonstruktion definiert werden.

Dachneigung

Die Dachbinder des VEDE-Systems sind für die Dachneigung von 5%, 10%, und 15% geplant worden. Falls das Objekt kongruente Proporzionen mit der HARD-Halle haben soll, wird die Neigung von 20% realisiert. Es kann eine beliebige Neigung durchgeführt werden - je nach dem Wunsch.

Die Dachneigung wird nach Zweck und Aussehen gewählt. Bei einer Neigung weniger als 7% ist es notwendig, die fugenfreie Eindeckung aus PVC-Folie zu verwenden.

Querbindung

Die Querbindung wird von den auf den Stützen gelenkartig gelagerten Dachbindern gebildet. Die Dachbinder werden in die Fundamentfüße eingespannt. Die Einspannung wird im Verband-Niveau realisiert, und überträgt die Windwirkungen auf die Seitenwände.

Bei relativ kleinen Hallen (4x grösser als die Spannweite) werden die Wappenwände, welche die Windwirkung auf die Längswand übertragen, verstärkt. Dadurch wird die Spannung von Säulen und Erdfüssen stark reduziert. Die Querbindung kann ein- oder mehrschiffig sein. Die Pultbinder ermöglichen, günstige zweischiffige (beziehungsweise mehrschiffige) Objekte ohne Dachkehle zu bauen.

Bei den mehrschiffigen Objekten mit Trapez-Deckung mit Zwischenkehlen wird an den Kehle-Stellen eine Moduleinlage von 750 mm zwischen die Stützweiten eingesetzt. Die Einlage bildet einen Raum für die Kehle und Fallröhren. Die Stütze in der Modul-Einlage-Achse hat ein erweitertes Kapitell zur Auflagerung der Dachbinder im Abstand von 750 mm.

Giebelbindung

Die Giebelbindung wird von Eckstützen gebildet, zwischen die die Giebelstützen gestellt werden. Der maximale Stützenabstand ist 6 m. Auf die Giebelwand-Stützen wird ein Balken hingelegt, gewöhnlich aus dem dünnwandigen Profil DP 320 x 160 mm. Der Giebelbalken wird mit einem Randprofil für den Anschluss des Wandmantels ausgestattet.

Die Eckstützen werden gewöhnlich in der Giebelbindung-Ebene eingespannt. Die zwischengelegten Geibelstützen werden dann senkrecht zur Geibelwand-Ebene eingespannt. Die zwischengelegten Giebelstützen werden in der Regel so verteilt, dass es möglich ist, in der Wandmitte ein Tor unterzubringen.Wenn das Tor nicht in der Bauachse verlangt wird, kann in der Bauachse eine Giebelstütze untergebracht werden.

Falls man eine Objekt-Verlängerung durch Anschluss einer zukünftigen Konstruktion an die Giebelwand plant, wird auf die Eckstützen ein Binder hinaufgelagert und die zwischengelegten Stützen werden unter seinem Untergurt beendet.

Die Stützen- und Riegel-Außenkante befindet sich in der Regel 160 mm vor der Giebelbindung-Achse.

Längsverband

Die Längstabilität des Gebäudes wird durch Verbände zwischen den Längswand-Stützen und zwischen den Innenstützen der mehrschiffigen Objekte gesichert. Bei Hallen mit Brückenkränen übertragen die Vebände auch die Langwirkung von den Kränen (die Bremskräfte). Bei den kürzeren Objekten wird nur ein Verband realisiert, bei den Längeren dann zwei Verbände in jeder Stützenreihe.

Die Verbände werden aus den querlaufenden und diagonalen Rohrstäben (RS) gebaut, die zwei nebenstehende Stützen verbinden.

Belastbarkeit und Dimensionierung

Die Belastbarkeit wird von der Norm ČSN 730035 Belastbarkeit der Bau-Konstruktionen bestimmt. Diese Norm bestimmt die Schnee- und Wind-Belastungswerte abhängig vom Baugebiet.

Der Rechnungswert des Eigengewichts bei Stahlkonstruktion und Dachplatte ist cca 0,6 kN . m-2 (es richtet sich nach der realen Durchführung. Reserve für Rohrleitungen: 0,1 kN . m-2). Diese Angaben bestimmen auch den vertikalen Druck auf Säulen und Fundamente.

Der Grundwert der horizontalen Windbelastung ist w0 = 0,45 kN . m-2 im III. Windgebiet (WG) und w0 = 0,55 kN . m-2 im IV. WG - bis zur Höhe 10 m.

Einwirkungen der Brückenkräne gibt ihr Produzent abhängig vom Typ, von der Tragkraft und Spannweite an. Die Dimensionierung der Stützen wird in der Statik-Berechnung des SK-Projekts durchgeführt.

Die gleichmäßige Nutzlast der eingebauten Etagen für Büros und soziale Einrichtungen wird für den Normwert 3,0 kN . m-2 geplant, falls keine andere Belastung angegeben wird.

Die Dimensionierung der Elemente, für die kein statisches Begutachten im Rahmen des Systems durchgeführt wurde, führt man in der Statik-Berechnung des SK-Projekts durch.

Material

Für die Stahlkonstruktion wird das Material S 235 oder S 275 (Binder) verwendet.

Die Brandbeständigkeit der ungeschützten Stahlkonstruktion ist 10 Minuten und richtet sich nach ČSN 73 0804 und ČSN 73 0810.